Integrations Projekte

Broschüre und Ausstellung Flucht, Migration und Fußball

Das Kölner Fanprojekt hat als Ergänzung zur Ausstellung „Flucht, Migration und Fußball“ eine Broschüre erstellt. Neben Erläuterungen zu der Ausstellung gibt es auch spannende Artikel zum Thema Flucht und Dsikrimnierung. Daneben gibt es auch didaktisch ausgearbeitete Übungen um die Themen der Ausstellung zu vertiefen.

Die Broschüre gibt es hier als kostenlosen Download:

Broschüre Flucht und Fußball

Die Ausstellung kann kostenlos über das Fanprojekt Wuppertal ausgeliehen werden und besteht aus 15 Roll-up-Displays.

 

Fanprojekte NRW präsentieren Initiativen zur Integration junger Geflüchteter in Fußballfanprojekten

Junge, zum Teil unbegleitete Geflüchtete und Zugewanderte sind in erster Linie Kinder und Jugendliche. Sie stellen eine besonders schutzbedürftige Gruppe dar, auf die sich Politik, Gesellschaft sowie die Kinder- und Jugendhilfe einstellen muss. Von daher steht der Personengruppe auch der uneingeschränkte Zugang zum Hilfesystem auf Grundlage des SGB VIII offen. Fanprojekte sind dadurch aufgefordert einen wichtigen und notwendigen Beitrag zur Integration zu leisten. Diesem Auftrag kommen die sozialpädagogischen Fanprojekte in NRW unter Koordination der LAG-Fachstelle seit 2016 erfolgreich nach.
Die Angebote der Fanprojekte basieren auf langjährigen Erfahrungen in der Jugendarbeit und stellen Partizipation und Teilhabe konzeptionell in den Vordergrund. Ziel jeder pädagogischen Maßnahme muss ein selbstbestimmtes Handeln der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sein. Im Rahmen von politischen und kulturellen Bildungsangeboten, basierend auf einer Fußballbegeisterung, die keine Grenzen kennt, werden Herausforderungen in den Projekten professionell gemeistert und beachtliche Integrationspotentiale generiert.
Es ist die Aufgabe der LAG Fanprojekte NRW und der Träger die eigesetzten Fachkräfte auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Im Rahmen von Vernetzungstreffen wird ein umfangreiches Basiswissen vermittelt, das zu einer differenzierten Sichtweise beitragen und vor allem konkrete Anregungen für die praktische Arbeit mit jungen Geflüchteten und Zugewanderten geben kann. Des Weiteren verantwortet die LAG-Fachstelle die Dokumentation und die konzeptionelle Weiterentwicklung der Angebote.
In den letzten vier Jahren lässt sich ein Prozess beobachten. Stand zu Beginn der Projekte die Etablierung einer Willkommenskultur im Vordergrund, ging es im weiteren Verlauf um eine zielgerichtete Bedarfsanalyse. Was benötigen Geflüchtete und Zugewanderte, aber auch die pädagogischen Fachkräfte für Rahmenbedingungen und Skills, um eine gelingende Integration zu ermöglichen? Aktuell liegen die pädagogischen Schwerpunkte auf der Vermittlung von für die gesellschaftliche Integration unabdingbaren Werten.
Die Broschüre gibt einen Überblick über die facettenreichen Angebote der Standorte, bietet Potentiale für eine Vernetzung und beleuchtet das Netzwerk um die Initiativen der Fanprojekte herum.

Download Broschüre Jugend in NRW 2

 

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Schuldialoge

Das Thema Flucht und Migration ist in den Schulen und der Gesellschaft allgegenwärtig. Selten werden jedoch Begegnungen geschaffen und direkt miteinander gesprochen. Es gibt viele Angebote nur für Geflüchtete oder über diese Gruppe wird in der Schule gesprochen. Das Fanprojekt hat gemeinsam  mit „in Save Hands e.V.“ dies geändert und Bürgerdialoge an Wuppertaler Schulen durchgeführt.

Im Projekt „Schuldialog“ arbeiten wir in einem regelmäßigen Rhythmus an verschiedenen Wuppertaler Schulen mit der fünften bis achten Jahrgangsschule. Gemeinsam mit den SuS erarbeiten wir in einer 120-minütigen Veranstaltung die Themen „Flucht“, „Integration“ und „Menschenrechte“ auf Augenhöhe. Unser Kooperationspartner „In Save Hands e.V.“ hat in  bisherigen Projekten festgestellt, dass jene Themen besonders in den Schulen sehr präsent sind, denn hier kommen Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen sozialen, religiösen und kulturellen Hintergründen alltäglich zusammen.

Die Begriffe „Geflüchtete“, „Integration“ und „Menschenrechte“ scheinen den Kindern und Jugendlichen aus den (Sozialen) Medien geläufig, ein tiefes Wissen liegt in diesen Bereichen jedoch nicht vor. Diese Tatsache bietet fruchtbaren Boden für die Ausbildung von Vorurteilen und Stereotypen. Was sind eigentlich Geflüchtete? Welche Fluchtrouten gibt es? Warum flüchten so viele Menschen aus ihren Heimatländern? Was sind Menschenrechte? Was genau bedeutet Integration und wie kann ich einen Beitrag dazu leisten? Im Schuldialog werden diese Fragen interaktiv erörtert und es werden wichtige Werte wie Toleranz, Respekt und Solidarität vermittelt.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf einem persönlichen Gespräch zwischen den SuS und einem geflüchteten Teammitglied, das seine Fluchtgeschichte mit ihnen teilt und für Fragen zur Verfügung steht. Dieser Kontakt hebt das Niveau auf eine sehr persönliche und sensible Ebene und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck bei den Kindern und Jugendlichen.

Neben den Bürgerdialogen wird das Fanprojekt auch immer die Ausstellung „ Flucht, Migration und Fußball“ zeigen und anhand der Plakate mit den SchülerInnen arbeiten. So können auch Schüler profitieren, die nicht am Bürgerdialog teilnehmen konnten und die Ausstellung in der Pause anschauen,

Damit die Auseinandersetzung mit den behandelten Themen nicht nur einmalig stattfindet, entwickeln wir während der Projektlaufzeit tiefgehende Lernmaterialien in Form von Texten, Arbeitsblättern, Projektaufgaben und Videos, die wir auf einer digitalen Lernplattform hochladen. Auf das frei zugängliche Material machen wir nicht nur die teilnehmenden SuS sondern auch die Lehrer*innen aufmerksam, sodass die Materialien in den Unterricht integriert werden können.

 

Download Unterrichtsmaterialien-Flucht-Integration

Das Projekt ist eine Initiative der :

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Gefördert von:

 

 

Ausstellung Flucht, Migration und Fußball

Der Fußball wäre ohne Migration nicht denkbar – der Sport hat sich einst von England aus verbreitet. Vor mehr als 100 Jahren gründeten Einwanderer Vereine in der ganzen Welt, später verstärkten sie Klubs und Nationalteams ihrer neuen Heimat. Auch viele der Männer und Frauen, die heute in Deutschland Fußball spielen, haben Fluchterfahrungen gemacht. Die  Wanderausstellung „Flucht, Migration und Fußball“ erzählt die Geschichte dieser Verbindung. Sie richtet sich an Fußballinteressierte, Schulklassen und Vereine, die sich mit dem Thema Flucht und der Verbindung zum Fußball beschäftigen wollen.
Der ehemalige Bundesligaspieler Neven Subotic, ist jemand, dessen Familie geflüchtet ist, ebenso wie die ehemalige deutsche Nationalspielerin Fatmire Alushi und Mustafa Zazai aus Afghanistan, der heute für den TSV Neustrelitz spielt. Die Ausstellung bietet Einblicke in ihre Biografien, doch sie beleuchtet das Thema Flucht auch allgemeiner: Was sind die Gründe, warum Menschen fliehen? Auf welchen Wegen kommen sie nach Europa? Die Umstände von Flucht werden ebenso thematisiert wie die Bedingungen in den Herkunftsländern. „Mustafa Zazai erzählt im Interview, dass die Heimspiele des afghanischen Nationalteams im Iran stattfinden“, sagt Thomas Lükewille, der die Ausstellung federführend entworfen hat. „Die Lage in Afghanistan ist für Fußballländerspiele zu gefährlich, aber es werden Menschen dorthin abgeschoben.“
Flucht ist jedoch nicht nur ein Thema der aktuellen Politik, sondern eines, das die Gesellschaft – und damit den Fußball – schon lange begleitet. So spielen auch Fluchtbewegungen der Vergangenheit eine Rolle, wie etwa die Flucht aus der DDR und jene aus dem ehemaligen Jugoslawien. Im Fußball können geflüchtete Menschen Zusammenhalt, eine neue Heimat und vielleicht sogar einen Beruf finden.
Die Ausstellung „Flucht, Migration und Fußball“ ist im Rahmen der Aktivitäten der Fanprojekte in Nordrhein-Westfalen zur Unterstützung von Geflüchteten entstanden. „Das Thema ist in der Arbeit der sozialpädagogischen Fanprojekte schon seit Längerem präsent, nicht nur in Wuppertal“, sagt Thomas Lükewille. „Oft sind es die Fans selbst, die mit Ideen auf uns oder die Vereine zukommen.“ Dazu gehören Turniere, Diskussionsveranstaltungen und gemeinsame Spielbesuche – die Ausstellung dokumentiert auch dieses Engagement der Fanszenen in Deutschland.

Mehr Infos über unseren Mitarbeiter Thomas Lükewille: t.luekewille@wichernhaus-wtal.de

 

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